BEZIEHUNG

MENSCHEN jeden Alters wirken am glücklichsten und schöpfen ihre BEGABUNGEN auf die vorteilhafteste Weise aus, wenn sie die GEWISSHEIT haben, dass mindestens eine Person hinter ihnen steht, die ihr VERTRAUEN besitzt und ihnen zu Hilfe kommt, falls sich Schwierigkeiten ergeben. John Bowlby

 

Wir haben ein angeborenes, lebenslanges Bedürfnis nach Beziehungen, in denen wir Sicherheit, Schutz, emotionale Regulation und Beruhigung sowie Körperkontakt, Verständnis, Kommunikation und ein Gefühl der Zugehörigkeit finden.


Unsere Erwartungen an Beziehungen leiten sich von frühen Beziehungserfahrungen mit Bezugspersonen ab. Sind diese gut verlaufen, haben wir ein belastbares, vertrauensvolles Modell entwickelt, wie Beziehungen funktionieren können, in das wir später unsere engen Beziehungen einzupassen versuchen. Sätze, die dann unsere Überzeugung widerspiegeln, können beispielsweise so lauten:

  • Ich kann anderen vertrauen.
  • Ich bin liebenswert.

 Sofern diese negativ geprägt sind, fallen unsere Kernüberzeugungen entsprechend anders aus, etwa wie:

  • Es ist niemand für mich da.
  • Ich kann niemanden vertrauen.

In Beziehungen werden intensive Emotionen geweckt und es ist herausfordernd, stabile Beziehungen aufzubauen, da wir auf frühe Muster der Beziehungserfahrungen zurückgreifen. Manchmal sagen oder tun wir Dinge, die andere kränken und verletzen, ohne dass dies beabsichtigt wäre. Abgelehnt, gekränkt oder gar verlassen zu werden, kann Gefühle auslösen, die unerträglich sind, wie etwa Hass, Wut, Einsamkeit oder Verzweiflung.

 

Woran können wir eine gesunde und förderliche Beziehung erkennen?

 

Eine gute Beziehung zeichnet sich durch wechselseitigen Respekt, Empathie und Gleichberechtigung aus, wobei Sie Ihrem Partner klare Grenzen setzen können - ohne aggressiv zu werden. Sie haben beide ein Gefühl von Sicherheit in der Beziehung, unabhängig davon, ob der andere als Person verfügbar und anwesend ist. Sie regulieren miteinander Emotionen, auch im Beziehungskonflikt.

 

Grundwerte, Bedürfnisse, Ideale und Wünsche Ihres Partners können sich grundlegend von den eigenen unter-scheiden, so dass wir von „unlösbaren Problemen“ John Gottman sprechen, die durch gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz der Motive  integriert werden können.

 

Bitte seien Sie sich bewusst: dies sind idealtypische Verhaltensweisen und wir Menschen werden diesen Idealen nicht ständig gerecht. Wir können gemeinsam voneinander lernen, in der Beziehung und mit Impulsen von außen.